Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Denkmalschutz

Gut versteckt, aber vorhanden: Im näheren Umfeld der Schleuse Kriegenbrunn befinden sich mehrere ca. 3000 Jahre alte Hügelgräber. Experten vermuten, dass es in der Nähe dieser Gräber in der Bronzezeit auch Siedlungen gab.

Um eine solche Siedlung keinesfalls zu beschädigen, sondern zu finden und zu bewahren, wurde bereits im Vorfeld der anstehenden Bauarbeiten eine umfangreiche Suche durchgeführt. Gesucht wurde auf all den Flächen, auf denen die neue Schleuse errichtet werden soll. "Mit diesen vorsorglichen Maßnahmen", so die Behördenleiterin des WNA, Mareike Bodsch, "wollten wir verhindern, dass ein archäologischer Fund erst in der Bauphase entdeckt wird und das Baugeschehen in unvorhersehbarem Ausmaß verzögert wird."

Anfang 2019 starteten die Sondierungsarbeiten an der Schleuse Kriegenbrunn. Untersucht wurden ca. zehn Hektar Fläche, darunter auch das Areal unter dem bauzeitlichen Bodenzwischenlager. Da es keine Hinweise auf archäologische Funde gab, wurde die Suche im Februar 2019 im Bereich der Schleuse Kriegenbunn eingestellt.

Fortgesetzt wurden die Sondierungsarbeiten im März an der benachbarten Schleuse Erlangen. Und hier wurden tatsächlich Überreste einer mehr als 3000 Jahre alten bronzezeitlichen Siedung entdeckt.

Mehr zu den Ausgrabungen an der Schleuse Erlangen finden Sie hier.

Ausstellung geplant

Das WNA plant eine kleine Ausstellung der aussagekräftigsten Fundstücke aus den Ausgrabungen für Interessenten. Dazu wird ein Ausstellungsraum neben dem Baubüro der Schleuse Kriegenbrunn eingerichtet werden, wenn die Arbeiten für den Neubau der Schleuse beginnen.