Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Planungsänderungen für den Neubau der Schleusen Kriegenbrunn und Erlangen im Überblick

Die überarbeiteten Planungen berücksichtigen viele Anregungen und Kritikpunkte, die die Bürger im Rahmen der Erörterungstermine im Dezember 2015 vorgetragen hatten.

So wurden auf Anordnung der Planfeststellungsbehörde ergänzend für Kriegenbrunn und Erlangen Staubgutachten sowie Lärmminderungs- und Staubminderungskonzepte erstellt. Weiter konnte aufgrund einer veränderten Aufteilung der Zwischenlagerflächen der 18 Meter hohe Lärmschutzwall in Kriegenbrunn statt 50 Meter 300 Meter von der Hüttenstraße weg verlegt werden. An der Schleuse Erlangen wird auf den Bau der Uferspundwand verzichtet, was zu einer großen Entlastung bei Lärm und Bodenerschütterungen führt. Auch ist in der geänderten Planung ein zusätzlicher radfahrertauglicher Ausbau des Feldweges mit Rampe an der Regnitzbrücke vorgesehen. In Kooperation mit der Stadt Erlangen wird der radfahrertaugliche Ausbau der Regnitzbrücke erfolgen, was zu einer dauerhaften Verbesserung des Radwegenetzes führen wird.

Einzelheiten der veränderten Planung für die Schleuse Kriegenbrunn

  • Ergänzende Planung: Staubgutachten und Lärm- und Staubminderungskonzepte
    Nach Anordnung der Planfeststellungsbehörde wurden ergänzend für Kriegenbrunn und Erlangen Staubgutachten sowie Lärm- und Staubminderungskonzepte erstellt. Die Gutachten zu Staubimmissionen bestätigen die Prognose, dass die Grenzwerte für Feinstaub und Staubniederschlag bei den Bauarbeiten im gesamten Ortsgebiet von Kriegenbrunn eingehalten werden können. Die Lärmminderungskonzepte untersuchen einzelne technische Lärmminderungsmaßnahmen und ihre Auswirkungen. Sie bauen auf den Lärmberechnungen des Gutachters auf. Die einzelnen Lärmminderungsmaßnahmen werden im Abschluss der Konzepte übersichtlich dargestellt. Die Staubminderungskonzepte beinhalten die Zusammenfassung des Gutachtens und die sinnvollen technischen Staubminderungsmaßnahmen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen während der Bauphase umgesetzt werden.


  • Geänderte Planung: Radwegalternative
    In der ursprünglichen Planung sollte die Fahrradumleitung, bedingt durch die bauzeitliche Sperrung der Schleusenstraße, von Frauenaurach über die Sylvaniastraße - Regnitzaue - Erlangen-Bruck, teilweise über einen Feldweg und über die Regnitzbrücke mit 22 Stufen verlaufen. In der geänderten Planung ist ein zusätzlicher radfahrertauglicher Ausbau des Feldweges mit Rampe an der Regnitzbrücke vorgesehen. Der radfahrertaugliche Ausbau der Regnitzbrücke erfolgt in Kooperation mit der Stadt Erlangen und bringt eine dauerhafte Verbesserung des Radwegenetzes. Die neue Umleitung ist komfortabel mit dem Fahrrad nutzbar: Der Radweg soll drei Meter breit werden und einen Asphaltbelag bekommen. Der Höhenunterschied der Brücke ist mit sechs Prozent Rampengefälle fahrbar.


  • Änderung der Aufteilung der Zwischenlagerflächen
    Ursprünglich war für das Bodenzwischenlager eine Aufteilung Nord - Süd geplant: Im Norden sollte der Unterboden gelagert werden, im südlichen Teil der Oberboden in maximal zwei Meter hohen Mieten. Die Lärmabschirmung aus den Arbeiten im Bodenlager sollte mit einem Lärm-Schutzwall, 50 Meter von der Hüttendörfer Straße entfernt und 18 Meter hoch, umgesetzt werden. Die Sichtbehinderung für die Anwohner durch den Lärmschutzwall wäre erheblich gewesen. In der geänderten Planung erfolgt die Aufteilung der Zwischenlagerflächen in Ost-West-Richtung: Die Unterbodenhalden liegen jetzt im Osten der Bodenzwischenlagers, also nahe des Kanals, während die niedrigen Oberbodenmieten im westlichen Teil bis an die Hüttendörfer Straße heranreichen. Abgeschirmt werden die Arbeiten auf dem Unterbodenlager mit zwei 18 Meter hohen Lärm-Schutzwällen, getrennt durch die Schleusenstraße, die jetzt jedoch 300 Meter von der Hüttendörfer Straße entfernt sind. Durch die geänderte Aufteilung der Zwischenlagerflächen verbessert sich die Situation der Landschaftsgestaltung und der Lärm- und Staubimmissionen. Die Arbeiten im jetzt weiter entfernten Bodenlager sind weniger wahrnehmbar für die Anwohner. Zudem ist der Lärmschutzwall jetzt 300 Meter weit entfernt und stört weniger den Blick der Kriegenbrunner auf das Landschaftsbild.

  • Geänderte Lage von Ausgleichsmaßnahmen für den Artenschutz
    In der ursprünglichen Planung war eine Artenschutzmaßnahme für Gehölzbrüter auf einer Bewässerungsleitung für landwirtschaftlich genutzte Flächen zwischen Kriegenbrunn und Hüttendorf geplant. Die geänderte Planung sieht eine veränderte Anordnung vor - parallel zum Main-Donau-Kanal. Die Vorteile dieser Anordnung liegen in der jederzeit möglichen Erreichbarkeit der Bewässerungsleitung im Schadensfall. Für den direkt betroffenen Landwirt bedeutet die Verlegung eine einfachere Bearbeitung seiner benachbarten Flächen, da der neu geplante Gehölzstreifen parallel zur Bewirtschaftungsrichtung angeordnet ist.