Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Denkmalschutz

Gut versteckt, aber vorhanden: Im näheren Umfeld der Schleuse Kriegenbrunn befinden sich mehrere ca. 3000 Jahre alte Hügelgräber. Experten vermuten, dass es in der Nähe dieser Gräber in der Bronzezeit auch Siedlungen gab.

Um eine solche Siedlung keinesfalls zu beschädigen, sondern zu finden und zu bewahren, führen wir bereits jetzt im Vorfeld der anstehenden Bauarbeiten eine umfangreiche Suche durch. Gesucht wird auf all den Flächen, auf denen die neue Schleuse errichtet werden soll. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bereiche, die dem Schleusenneubau dienen, bei denen bisher keine Veränderungen des Untergrunds vorgenommen wurden und die nicht von Wald bedeckt sind. Auch die Flächen unter dem bauzeitlichen Bodenzwischenlager werden untersucht. Das sind in Kriegenbrunn insgesamt etwa 10 ha.

Um die archäologischen Besonderheiten erkennen zu können, werden die oberen Bodenschichten mit einem Bagger vorsichtig abgetragen. Da in großem Umfang landwirtschaftlich genutzte Flächen betroffen sind, haben wir die Umsetzung in die vegetationsfreie Zeit (Januar/Februar 2019) gelegt. Nach Freilegung der Flächen besichtigt ein versierter Grabungstechniker die freigelegten Flächen. Wenn etwas gefunden wird, erstellt der Grabungstechniker eine Dokumentation und in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München wird entschieden, ob weitere Ausgrabungen durchgeführt werden sollen.

Dieses Vorgehen erlaubt uns, den späteren Neubau zügig durchführen zu können und gleichzeitig dem Denkmalschutz Rechnung zu tragen. Über etwaige Funde werden wir die Öffentlichkeit selbstverständlich unterrichten.